Charge4Europe: 100.000 Ladepunkte bis 2020

Mit den eichrechtskonformen Produkten von innogy eMobility Solutions zahlt der Kunde nur so viel, wie er tatsächlich verbraucht.

Ladevorgänge von Elektroautos europaweit und vernetzt über die größte unabhängige Roaming-Plattform ermöglichen: Daran arbeitet das Unternehmen Charge4Europe (C4E) – ein Joint Venture der innogy eMobility Solutions und DKV Euro Service. Im Interview erklären die C4E-Geschäftsführer Christopher Schäckermann (36, DKV) und Diego Ramirez-Gölz (32, innogy), woran das junge Unternehmen gerade arbeitet und wie der Fahrplan für die Zukunft aussieht.

Herr Ramirez-Gölz, Herr Schäckermann, Sie beide bilden seit Anfang des Jahres die Geschäftsführung bei Charge4Europe. Was steckt hinter dem Joint Venture?

Diego Ramirez-Gölz: Charge4Europe ist ein Joint Venture von DKV Euro Service und innogy eMobility Solutions, an dem beide Firmen zu je 50 Prozent beteiligt sind. Gemeinsam mit der DKV stellen wir aktuell die Weichen für einen erfolgreichen Markteintritt eines europaweiten Ladenetzanbieters. Beide Unternehmen sind führend auf ihrem Gebiet: DKV als Mobilitätsdienstleister für Logistik, Transportgewerbe sowie Flottenbetreiber und innogy eMobility Solutions als Technologieanbieter für Elektromobilität. Diese Kompetenzen bündeln wir gemeinsam als Charge4Europe.

Christopher Schäckermann: Die Vorteile dabei liegen auf der Hand. Wir bieten als größter technischer Elektromobilitätsprovider ein europaweites, markenunabhängiges Netz öffentlicher Ladepunkte an. Dafür stellen wir unseren Kunden, primär Betreibern von Ladestationen sowie Elektromobilitätsserviceprovidern, eine technische Plattform für die reibungslose Abwicklung und Abrechnung von Ladevorgängen zur Verfügung, europaweit und netzübergreifend aus einer Hand.

Wer sind Ihre Kunden und wie profitieren sie von eurer Roaming-Plattform und der neuen Allianz?

Schäckermann: Wir treten im Hintergrund auf und fokussieren uns auf Ladesäulenbetreiber, die über uns in der Rolle als technischer Elektromobilitätsserviceprovider akquiriert werden. Unser europaweites Ladenetz wird von den Gesellschaftern innogy und DKV als Service oder als White-Label-Technologiedienstleistung ihren Kunden angeboten. Unsere Plattform wird den Ladesäulenbetreibern insbesondere dabei helfen ihr Ladenetz besser und mit einer höheren Reichweite in Europa zu vermarkten. Elektromobilitätsserviceprovider profitieren darüber hinaus von einem erweiterten Zugang zu Ladesäulen und einem enorm vereinfachten, schlanken Abrechnungsprozess für deren Endkunden ohne die Komplexität unterschiedlicher Währungen, beispielsweise für Firmenflotten. Charge4Europe bündelt die Ladeleistungen und ermöglicht innogy und DKV (in ihrer Rolle als EMP) einen auf eine einzige Rechnung reduzierten Abrechnungsprozess - für alle Länder nach gesetzlichen Vorgaben mit Umsatzsteuerausweis.

Charge4Europe wurde im Dezember 2018 gegründet. Was ist seitdem passiert?

Ramirez-Gölz: Wir haben schon viel geschafft und stehen zugleich noch in den Startlöchern. Es fühlt sich an wie ein Start-up mit zwei starken Unternehmen im Hintergrund, die hohe Ambitionen im Elektromobilitätsumfeld haben. Unser Fokus lag nach der Gründung auf zwei Ebenen. Einerseits haben wir unser Partnernetzwerk weiter ausgebaut. Hier geht es in einem ersten Schritt darum die Sichtbarkeit auf dem Markt zu erhöhen und auf dieser Basis Ladesäulenbetreiber  zu akquirieren, was primär von der DKV vorangetrieben wird. Mit der eRoaming-Plattform Hubject konnten wir uns  Mitte Juni  auf eine erste größere Kooperation einigen. Auf der anderen Seite arbeiten wir gemeinsam mit innogy eMobility Solutions an der Weiterentwicklung unserer Roaming-Plattform.

Wie sieht der weitere Fahrplan für 2019 aus?

Ramirez-Gölz: Unser Go-to-Market-Ansatz sieht vor, in den Kernmärkten von DKV und innogy mit unseren Akquiseaktivitäten zu starten und sukzessiv unser Ladenetz zu erweitern. Plattformen wie Hubject sind wichtige Partner für unseren Netzwerkaufbau und –Ausbau und unterstützen bei der weiteren Marktentwicklung. Zudem werden sukzessive Ladesäulenbetreiber auf unsere Roaming-Plattform überführt. Erste Ladesäulenbetreiber werden noch im Jahr 2019 durch sogenannte Direktverbindungen auf unsere Plattform migriert. Hierfür schließen wir derzeit erste Verträge mit Ladesäulenbetreibern in Deutschland und den Niederlanden ab.

Schäckermann: Zudem werden wir unsere Prozesse fortlaufend verbessern, um bereit für eine Skalierung der Plattform zu sein. Schließlich wollen wir – als Charge4Europe – Ladevorgänge durch unsere Plattform vereinfachen. Dadurch stellen wir sicher, dass Elektromobilitätsserviceprovider sowie Ladesäulenbetreiber mit der aktuellen Komplexität in einem fragmentierten europäischen Elektromobilitätsmarkt umgehen und die Mobilitätswende weiter vorantreiben können.

Kontakt:

info@charge4europe.com

www.charge4europe.com